1. Streckenflugtraining 2008
 
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Streckenflugtraining in Aschersleben

(Bilder folgen demnächst)

Am Freitag, dem 18.04.2008, sollte das 1. Trainingswochenende in Aschersleben beginnen. Volker und ich wollten planmäßig Freitag früh anreisen. Leider hatte meine Zahnärztin etwas gegen die frühe Anreise, sodass wir, auch aufgrund des nicht allzu perfekten Wetters, erst gegen Mittag in Richtung Harz aufbrechen konnten. Uwe, der uns eigentlich als Trainer unterstützen wollte, hatte bis dahin schließlich doch abgesagt.

Als wir 12:30 Uhr, mit DG100 und Cobra im Gepäck, auf dem Flugplatz ankamen, fuhren uns bereits Thomas Schart und Sophie Vorwerk entgegen, die eigentlich auf dem Weg zum örtlichen Pizza-Dealer waren. Wir stellten die Flugzeughänger nur schnell ab, um die beiden zu begleiten. Das Wetter war leider auch nicht ausreichend gut, um sich zum Training in die Luft zu bewegen. Deswegen gingen wir schnell zum gemütlichen Teil über. Neben diversen Spielen, wie Monopoly oder Poker, beendeten wir den Abend mit der ein oder anderen Brause. Volker spendierte uns noch einen sehr aufschlussreichen Film: "A Clockwork Orange".

Der nächste Morgen begann eher langsam. Thomas brachte ausreichend Brötchen für unser gemeinsames Frühstück mit. Zu uns stießen dann noch Joschko und sein Copilot mit dem Twin Astir aus Magdeburg. Kurz nach 9 packte dann Thomas seinen Laptop aus, um das voraussichtlich hervorragende Wetter genauer darstellen zu können. Wolken waren absolut ausreichend vorhanden, jedoch war die Wolkenuntergrenze von 300m nicht besonders förderlich für unsere Highspeed-Super-Trainings-Strecken. Aber wir waren trotzdem extrem zuversichtlich und bauten vorerst die DG 500 und den Astir (liebevoll "Astirix" genannt) auf. Zwischendurch gab es regelmäßige Kaffee-Pausen.
Mittlerweile waren auch das MDR-Fernsehen sowie die Volksstimme eingetroffen.

Gegen 12 gingen dann die ersten F-Schlepps raus. Markus startete mit dem Astir unter Beobachtung des Fernsehens. Nach dem Ausklinken meldete er einen halben Meter steigen, über der Burger-Bude mit dem gelben M. Vater Thomas startete kurz darauf mit der DG 500 und einem MDR-Reporter im Gepäck in den bedeckten Himmel.
Nach diesen zwei kurzen Flügen und dem darauf folgenden Abrüsten der Maschinen, ging es für einen großen Teil der Teilnehmer in den nächsten Imbiss (welchen Markus schon vorher aus der Luft ausspioniert hatte). Ich fuhr zusammen mit Henrik und Volker in den nahe gelegenen Supermarkt, um alles für den Grillabend vorzubereiten. Nachdem das ganze Grillmaterial ausgeladen war, fuhren wir zusammen mit Joschko, Gunar und Fabian ins Ascherslebener Ballhaus, um dort Klettern zu können. Joschko, der Erfahrung in dieser Spitzensportart besitzt, gab uns einweisungen und sicherte uns professionell.

Wieder auf dem Flugplatz angekommen, waren Henrik und seine Helfer bereits kräftig am kochen. Schnell wurde von jedem Mitesser der Unkostenbeitrag eingesammelt und schon konnte das "Große Fressen" beginnen.
Nachdem alle satt waren, begann das große Poker-Turnier. Gunar, Joschko Schredder, Markus und ich spielten um die ultimative Poker-Krone. Fabian gewann das Spiel mit unglaublich viel Glück und konnte sich schließlich sehr freuen. Der Abend klang dann bei dem einen oder anderen Wasser noch sehr gemütlich aus.

Der nächste Morgen begann wie jeder andere sehr ruhig und gelassen. Ein gemeinsames Frühstück weckte die müden Piloten. Die ersten Wetter-Prognosen wurden schon jetzt gemacht. Henrik kam mit dem offiziellen Wetter in der Hand etwas später und verkündete eine gute, aber auch schlechte Nachricht: Das Wetter soll ganz gut werden. PFD's sind mit 400km recht hoch angesetzt, wir haben aber Glück: im Harz soll sich das Wetter kaum bessern, sodass hier der PFD auf einem erfüllbaren Niveau liegt: 0. Naja, auf jeden Fall wollten wir unsere nicht vorhandene Chance nutzen, um dem eigentlichen Grund unserer Reise nach Aschersleben nachzukommen: Fliegen! Also bauten wir unsere Flugzeuge auf und Volker begann schon früh mit fünf Starts auf der Cobra, um später dann auch mit der DG einen "legalen" F-Schlepp zu machen. Mittlerweile traf auch Jan Tell ein, um sich mit einigen Schlepps auf der Cobra für einen Start mit seiner gecharterten LS-1d vorzubereiten. Nebenbei trafen wir uns noch einmal zum Briefing, um über unsere heutigen Aufgaben zu sprechen. Da aber das Wetter auf sich warten ließ, entschieden wir uns für freie Tasks im Stile des "Flugplatz-Hopping", d.h. wir wollen versuchen, uns in den Gleitbereichen angrenzender Flugplätze zu bewegen. Schließlich gleichen die Äcker z. Zt. eher Sümpfen.

Kurz darauf schoben wir die Flugzeuge an den Start und dann ging's für die beiden DG100 auch schon los. Volker und Dennis meldeten nach dem Ausklinken ultrabrutale Steigwerte um 0,2m/s. Die passende Aussage "Ist ja wie 'ne Kaffeefahrt" ging Dennis auch recht schnell über die Lippen und beschrieb das Wetter ziemlich gut. Alle anderen begaben sich auch so langsam in die Luft um recht schnell wieder festen Boden unter den Füßen vorzufinden. Allen voran schaffte es Fabian nicht mehr ganz zum Platz zurück und legte sich etwa 4km entfernt auf einen großen Acker.
Die Flugzeuge wurden dann wieder zusammen gepackt und schon fuhren die ersten Hänger wieder auf die Straße. Die Auswertung fiel dementsprechend aus, da die Aufgaben auch nicht wirklich erfüllt werden konnten.

Ich möchte mich noch einmal bei dem LSV Ostharz für die Gastfreundschaft bedanken. Auch Henrik für seinen "Küchendienst" am Samstag und natürlich Thomas, der leider am Sonntag aus unerklärlichen Gründen nicht anwesend sein konnte (Bruschetta nicht vertragen, was?), möchte ich danken.

Stefan Münch


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