LM 2003 in Renneritz - wir waren dabei!
 
Zur Berichtauswahl
Drucken



Man sagt doch immer: “Alle guten Dinge sind 3!“ Und so kann ich schon von mir behaupten, die 3. Landesmeisterschaft, zwar nur als Helfer, miterlebt zu haben.
Dieses Jahr wurden natürlich große Erwartungen in das Wetter gesetzt, denn letztes Jahr (siehe Bericht LM 2002) konnte nicht geflogen werden, da es die ganze Zeit geregnet hatte. Das hieß also für unsere Renneritzer Fliegerkameraden, Wettermaschine aus der verstaubten Ecke holen und für eine Woche gutes Wetter bestellen.
Wir Oppiner wollten natürlich unseren Heimvorteil festigen und so veranstalteten wir mit den Renneritzern zusammen ein Fliegerlager bzw. eine Trainingswoche vom 12.07. bis 17.07.03.
Wie schon gesagt, waren wir sehr auf das Wetter gespannt, aber dieses Jahr wurden wir nicht im Stich gelassen. Von Anfang an bot „Renneritz“ uns 3 Tage strahlenden Sonnenschein, Temperaturen zum dahinschmelzen und 3 Wertungstage für alle drei Klassen. Gerüstet mit 3 Fliegern in der Clubklasse, 4 Fliegern in der Standardklasse und 2 Fliegern in der Doppelsitzerklasse konnte jeder Gegner kommen wer wollte.

Tag 1:
Am Freitag ging es dann endlich los. Um 10:00Uhr war Eröffnungsbriefing und um 11:00Uhr Startbereitschaft. Leider konnten von uns nicht alle Flugzeuge von Anfang an fliegen, da noch kleine Reparaturen an der Foka 5 erledigt werden mussten. Auch unserem Califen erging es am ersten Tag nicht so gut, denn er verpasste leider das Abflugband.
Martin Rinker sprach noch mal mit seinem Phoebus ein „ernstes Wort“ und so konnten wir mit gutem Gewissen in den nächsten Tag starten.

Tag 2:
Viel versprechendes Wetter wie Samstag, hieß auch viel versprechende Strecken für alle drei Klassen. Doch leider entschärfte es das halbe Starterfeld durch Luftraumverletzungen, was auf dem Papier dann hieß: „ Null Punkte!“
Glück jedoch hatten die Cobra, der Phoebus, der Pirat 06 und der Calif. Man kann also sagen, kleine Entschädigung für Phoebus und Calif für den Vortag.

Tag 3:
Sonntag nun waren wir endlich vollständig und in voller Monktour am Starterfeld, denn die Foka 5 mit Sebastian Zachäus war nun startbereit. Und man kann sagen, er hatte sich den besten Tag ausgesucht um das Feld von hinten „aufzuräumen“. Sebastian flog seine ersten 300 km seines Fliegerdaseins. Die beiden Piraten flogen 291 km, was auch nicht so oft vorkommt. Cobra, DG 100 und Phoebus flogen 500 km, auch die ersten in den Laufbahnen von Martin Rinker, Torsten Wilker und Dr. Michael Hengst.
Unser Doppelsitzer, der Puchacz mit den beiden Piloten Falk Wozny und Sven Böttger, und der Calif mit Steffen Schmidt und Rainer Strzelitz, mussten 320 km bewältigen, was sich letztendlich nicht als Problem erwies. Trotzdem wir alle in Steffens 24. Geburtstag reingefeiert haben.

Tag 4:
Wie o.g. hatten wir leider nur drei Tage super Wetter am Stück. Montag sah es dann schon wieder ganz anders aus. Die Club Klasse wurde von Anfang an neutralisiert und Standard und Doppelsitzer Klasse (284,5 km –393 km) bekamen eine Startbereitschaft. Wegen der schlechten Wetterlage aber entschied sich die gesamte Standard Klasse zurück zu treten. Viele der Doppelsitzerpiloten wollten der Standard Klasse nacheifern, doch drei aus dieser Klasse packte das Flugfieber und starteten. Leider ging diese Aktion nicht für alle drei positiv aus. Die ASK aus Straußberg musste nach wenigen Minuten wieder landen, doch ein Puchacz schaffte es nur knapp und der Duo Discus ganz. Man muss dazu sagen, dass der Puchacz landen musste, da ein Gewitter über dem Flugplatz stand. Trotz des Gewitters konnten wir jedoch einen Feldbrand miterleben, welcher sich sehr schnell ausbreitete. Doch der Regen tat sein übriges und das Feuer wurde gelöscht, ohne dass jemand zuschaden kam.

Tag 5:
Dieser Tag wurde gänzlich für alle drei Klassen neutralisiert. Und wir machten uns einen schönen Tag. Ach ja, endlich mal wieder den verdienten Schlaf nachholen. Denn es hieß jeden Tag so gegen 7:00 Uhr aufstehen, was nach langen Abenden nicht immer jedem leicht fiel.

Tag 6:
Um endlich mal wieder alle Klassen fliegen zu lassen, wurde für alle eine Startbereitschaft anberaumt. Doch es wurde dann nur die Standard Klasse „verheizt“. Man kann also im Klartext sagen, die meisten kamen nur bis Dessau, da sich ein schönes Gewitter androhte. Unter strömenden Regen landeten sie dann alle. Alle? Nein, Steffen Clement in der LS 1c aus Dessau flog ganze 260,6 km, obwohl die Mindeststrecke nur 238, 8 km war. Er war der HELD des Tages. Um das zu ehren begrüßten sehr viele Luftsportler Steffen bei seiner Landung mit einer Laolawelle. Leider, ja wirklich leider muss ich dazu sagen, durch eine Luftraumverletzung kamen für ihn nur ganze Null Punkte in die Wertung. Die damit am höchsten erreichte Punktzahl an diesem Tage waren 7 Punkte von Eberhard Blume aus Ballenstedt.

Tag 7:
Dieser Tag war ein typischer „Außenlandetag“. Die Club Klasse zum Beispiel bekam 220 km. Davon flogen unsere beiden Piraten (Sebastian Groebel und Jan Tell) 55 km und landeten dann schließlich in Blönsdorf, nähe Zahna. Unsere Standard Klasse Pilot Frank Ludwig, im Discus, landete in Luckau während eines VW Treffens. Das Spannende war, das Rückholauto war ein Opel. Der Phoebus landete auf einem Acker nähe Pressel und die Cobra in Roitschjora, von wo aus sie dann per Rückschlepp wieder nach Renneritz kam.
Erfreulich war das unsere DG 100 rum kam, doch wie es anscheinend so war während der LM, alle die mal wirklich Punkte machen könnten, bekamen wegen Luftraumverletzungen Null Punkte. War echt schade Micha!

Tag 8:
Von diesem Tag wurde sich erhofft, zum Ende alle fliegen zu lassen, um mit einer schönen Strecke nach Hause zu fahren. Die Standard erhielt 198,2 bis 304 km, die Club 149 bis 241 km und die Doppelsitzer 174,1 bis 267,7 km. In der Standard Klasse flogen die Cobra, die DG 100 und der Phoebus bis zur ersten Wende. Doch im Osten war eine schwarze Wand zu sehen, was letztendlich dann bedeutete, umdrehen und zum Platz zurück. Der Discus schaffte die Aufgabe mit 249 km. In der Club Klasse flogen die beiden Piraten bis Dessau, brachen jedoch ab wegen der schlechten Wetterlage. Genauso erging es den Puchacz Piloten, auch sie brachen ab. Der Calif mit Steffen Schmidt und Joachim Munkelt kam in einen Regenschauer und landete in Oehna.

Letzter Tag:
Nun war endlich Siegerehrung. Leider konnten wir nur zwei Plätze unter den ersten drei in zwei Klassen bestreiten. Dafür holten aber unsere Junioren alle drei Pokale in der

Juniorenwertung (Club Klasse) nach Hause:
1. Sebastian Zachäus Foka 5
2. Jan Tell Pirat
3. Sebastian Groebel Pirat
     
Club Klasse:
6. Sebastian Zachäus Foka 5
8. Jan Tell Pirat
9. Sebastian Groebel Pirat
     
Standard Klasse:
3. Torsten Wilker Cobra
8. Martin Rinker Phoebus
11. Michael Hengst DG 100
12. Frank Ludwig Discus
     
Doppelsitzer Klasse:
2. Steffen Schmidt
Joachim Munkelt
Calif
5. Falk Wozny
Sven Böttger
Puchacz

Allen Piloten trotzdem: „Im nächsten Jahr wird es besser!“

Zum Schluss möchte ich persönlich sagen, es war mal wieder ein Ereignis, welches ich nicht missen möchte. Ich hatte viel Spaß und habe neue Leute kennen gelernt. Von hier aus, einen schönen Gruß an alle! Ohne euch wäre es nur halb so schön gewesen.
Und natürlich an alle Renneritzer, die das alles sehr gut organisiert hatten und immer hilfsbereit und freundlich waren.

Ria Kresse

P.S.: Wer gerne alle Tages- und Gesamtwertungen sehen möchte, findet alles unter http://www.landesmeisterschaft-2003.de.

 

Berechnung der Seite in 1,171875E-02 s