Ausflug ins Militärhistorische Museum in Dresden
 
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Ausflug ins Militärhistorische Museum in Dresden

Am 25.02.2012 um 9 Uhr trafen wir uns im Vereinsheim, wo es erstmal eine kurze Besprechung gab. Danach verteilten sich insgesammt 15 Leute auf vier Autos mit Sebastian, Christian, Christan und Benny als Fahrer. Nach kurzer Zeit wahren wir auf der Autobahn, wo dann PS-Zahlen und Beschleunigung der Fahrzeuge verglichen wurden. In Leipzig hat Benny einen kurzen Zwischenstopp eingelegt, da er einen Kabelbaum für sein Auto abhohlen musste. Nachdem wir den "Deal" auf einem alten Fabrikgelände durchgezogen hatten, ging es sofort mit der Beschleunigung eines Windenstarts weiter Richtung Dresden. Wieder gab es ein kleines Kräftemessen auf der Autobahn mit Benny in Führung, der bei dem Rennen zuvor mit den beiden Audis von Sebastian und Christian nicht mithalten konnte. Einmal Flieger, immer Geschwindigkeitsbesessen, ich sage nur "Need for speed."

Um halb zwölf standen wir vor dem Museumsgebäude, welches vor kurzem völlig neu gebaut wurde und nun auch eine Art Ausstellungsstück ist. Im Hof ringsum stehen Panzer verschiedener Arten, leider habe ich diese nur im Vorbeigehen gesehen. Zu Beginn der Ausstellung ist ein großer Raum, in dem mit Lasertechnik ein sich bewegendes Bild aus Wellen und abstrakten Formen an die Wände und Decke geworfen wird. Das Bild, welches den ganzen Raum erfüllt, besteht nur aus den Wörtern "love" und "hate." Die Ausstellung besteht aus einer Chronologie mit den Abschnitten von 1300 bis 1917, Erster und Zweiter Weltkrieg und von 1945 bis heute. Außerdem gibt es noch verschiedene Themenparcours, wie Leiden am Krieg, Politik und Gewalt, Militär und Technologien, Tiere und Militär und noch einige mehr. Erst gingen wir alle in die Ausstellung von 1300 bis 1917, doch bevor ich mir überhaupt die ersten Stücke ansehen und die Beiträge dazu lesen konnte, war die gesamte Gruppe schon hinter der ersten Ecke verschwunden. Ich habe sie erst wiedergesehen, als wir gegangen sind.

Die Ausstellung ist gelungen. Es gibt viele spannende Dinge zu sehen mit relativ kurzen, aber interessanten Beschreibungen. Es werden die verschiedenen Kriege dargestellt, wie die Soldaten ausgerüstet wurden, was sie für Waffen hatten, wie diese funktionierten. Aber es wird auch gezeigt, wie die Bevölkerung gelebt hat und was sie z.B. zum Essen hatten. Man kann sich Kanonen in Originalgröße ansehen, die Gewehre mit aufgesteckten Bajonetten, die Uniformen der Soldaten und der Offiziere. Es werden auch die Formationen und die Strategien der verschieden Kriege gezeigt, die Tiere, die der Mensch im Krieg genutzt hat und noch vieles mehr. Die größten Ausstellungsstücke in Originalgröße sind das erste deutsche U-Boot und eine V2 Rakete. Außerdem kann man auch einiges selbst ausprobieren, wie z.B. das Marschgepäck (aus dem Deutsch-Habsburgischen Krieg) eines deutschen Soldaten zu heben oder den Geruch der Schlachtfelder aus dem Ersten Weltkrieg zu riechen.

Um 14:15 Uhr riefen mich die anderen etwas genervt an und sagten, ich hätte das Treffen um zwei Uhr verpasst, von dem ich bis dahin gar nichts wusste, denn ich hatte angenommen, dass wir uns mehr oder weniger den ganzen Tag Zeit lassen würden. Also verließ ich etwas entäuscht die Zweite Weltkriegsausstellung. Wir machten uns nun auf den Weg in die Innenstadt, denn der leichte Unmut, wegen meiner Verspätung, schien von dem Hunger zu stammen, den alle verspürten. Dort angekommen machten wir uns auf den Weg zu einem geeigneten Etablissement. Auf dem Weg gingen wir noch kurz an der Frauenkirche vorbei und schauten nicht hinein und auch kurz zum Dresdener Zwinger. Danach ging es zum "besten" Restaurant der Gegend, also McDonalds. Noch ein kurzer Abstecher zum Goldenen Reiter (August der Starke?) und dann fuhren wir weiter in die Gläserne Manufaktur von VW. Das Bauwerk ist von einem Teich umgeben. Innen kann man durch riesige gläserne Wände die Autoproduktion sehen, welche um diese Uhrzeit nicht mehr lief. Die Autos standen auf langen Produktionsbändern und hingen teiweise sogar von der Decke. Es gab ein Fahrgestell mit Motor zu sehen und einige der neuesten Modelle von VW. In der Mitte des Eingangsbereiches steht eine große begehbare Kugel. Im Inneren gibt es einen kleinen Kinosaal. Dort werden alle möglichen Werbefilme von Volkswagen gezeigt.

Als wir die Manufaktur verließen, wurde es schon dunkel und wir machten uns auf den Rückweg. Auf der Autobahn gab es natürlich wieder kleinere Kräftemessen oder Haschereien. In Oppin angekommen, gab es noch eine kurze Abschlussbesprechung und ein Bierchen und dann haben sich die meisten von uns ziemlich schnell verflüchtigt.

Der Ausflug nach Dresden hat mir sehr gut gefallen und ich glaube, allen anderen auch. Nur wünsche ich mir mehr Zeit für das Museum, dem eigentlichen Ausflugsziel. Denn für dieses große Museum braucht man mehr als zweieinhalb Stunden. Nun muss ich da nochmal hin.


Normann Schlenzka

Flugschüler

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