Klix 2007
 
Zur Berichtauswahl
Drucken



15. Pokal der alten Langohren in Klix

Es war wieder Ende April und wie in jedem Jahr freute ich mich auf den Pokal der alten Langohren in Klix. Nach einem erfolgreichen 14. Pokal im letzten Jahr, sollte der 15. noch besser werden. Uwe war mit dem Discus, Micha mit der DG, Martin mit seiner ASW und ich mit der Cobra dabei. In Klix angekommen, begannen wir gleich mit dem Zeltaufbau und anschließender Kupfer-Begrüßungsrunde und Grillen vor dem Zelt. Für die, die Kupfer-Bier noch nicht kennen, das ist Dunkelbier, welches erst ab dem 3. genießbar ist und am Folgetag für Kopfschmerzen und starke Blähungen sorgt. Die Nächte waren wie immer sehr frostig und am Tag hatten unsere Helfer zu tun, das Bier kalt zu halten.
Am nächsten Tag sollte es auch gleich losgehen: Tagesaufgabe Kleine Clubklasse: Peitz-Uckro und zurück 210 km, bei Blauthermik. Gute bis sehr gute Blauthermik brachten im Durchschnitt 3m/s Steigen bis auf 2000 m und über dem Kraftwerk Peitz, ging das Feinvario bis Anschlag.
Die neue Spoline Annett Arndt führte mit diesem Pokal eine Neuerung in der Startaufstellung ein. Jeden Tag rutschte eine Klasse nach vorn und die erste Klasse nach hinten, sodass wir an 2 von 8 Wertungstagen ganz vorn standen und fast die gleichen Strecken, wie die mit voll Wasser getankte Gemischte Klasse bekamen.
Am 2. Wertungstag bekamen wir in der Clubklasse ein Racing von 238 km. Bei sehr guter Cumulusbewölkung schaffte ich meinen persönlichen Geschwindigkeitsrekord von 102,13 km/h. In der Offenen Klasse schaffte ein Däne mit einem Ventus 2cxt eine Geschwindigkeit von 136 km/h auf einer Streckenlänge von 310 km. Mit einer Geschwindigkeit von 103 km/h in der Offenen Klasse landete man an diesem Tag auf den letzten Platz.
Am 3. Wertungstag bekamen wir ein SAA mit einer von uns geflogenen Wertungsstrecke von 250 km.
Am 4. Wertungstag bekamen wir endlich ein 300er mit den Wenden Fünfeichen-Zahna 350 km. Am Abend grillten wir bei Familie Heinze, besuchten das traditionelle Hexenbrennen und feierten in Michaelas Geburtstag rein.
Am 5. Wertungstag ließ dann schon langsam die Konzentration nach und die Auswirkungen des nächtlichen Bierbarbesuches wurden spürbar; und dann auch noch Blauthermik. Als Tagesaufgabe bekamen wir ein SAA mit 30 km-Radien um Drewitz und Uckro. An diesem Tag schaffte ich es, mir das „Getränk“, was die Welt nicht braucht, zu holen. Mit einer Außenlandung am Flugplatz Welzow erreichte ich den letzten Platz in meiner Klasse und bekam als Trostpreis ein Flasche süßen Schaumwein.
Der 6. Wertungstag Große Clubklasse 397 km Jessen-Uckro-Frankfurt-Bronkow brachte uns drei unter die ersten 20.
Der 7. Wertungstag sollte einer der Höhepunkte werden. Die Große Clubklasse und die Gemischte Klasse bekamen 485 km Frankfurt–Lübbenau-Zerbst. Die gleiche Streckenlänge der Klassen kam zustande, weil wir in der Startaufstellung vor der Offenen und der Gemischten Klasse standen. EY, O1 und 313 standen in unserer Klasse weit vorn und konnten auch mit als erstes starten. Bei sehr guter Cumulusthermik erreichten wir schnell die Basishöhe von 1600 m. Zu diesem Zeitpunkt war der Startbetrieb unserer Klasse noch voll im Gange. Ohne über Funk zu kommunizieren, waren wir uns einig, vor dem Abflug müssen wir noch ein paar Kilometer fliegen, um die magischen 500 voll zu bekommen. So flogen wir ca. 15 km nach Osten und wieder zurück. Mit einigen „Absaufern“ auf der Strecke schafften wir die Aufgabe. Nach dem Optimieren fehlten mir 3 km an dem 500er.
Der 8. und letzte Wertungstag bescherte uns dann noch einmal Blauthermik und ein SAA Fünfeichen (R20) und Oehna (R40). Nach mehreren Ausgrabungen aus 300 m und 275 km war ich am Ende froh, die Aufgabe in Klix beendet zu haben.
Am 9. Tag sagte die Wetterfee Jenny Warmluft voraus und der Tag wurde neutralisiert. Somit hatten wir die Möglichkeit, mal nach Bautzen zu fahren und etwas Kultur aufzusaugen.
An allen Wertungstagen versuchten wir drei (EY, O1 und 313) im Team zu fliegen und konnten somit voneinander profitieren. Gerade an den Tagen mit Blauthermik verlor ich meistens auf dem 2. Schenkel den Anschluss, da bei langsamen Geschwindigkeiten unser, von einigen Mitgliedern genannter „Pappdrachen“, dann doch nicht die besten Gleiteigenschaften besitzt. Wenn es dann um den Zielanflug ging, musste ich auch noch ein paar Meter mehr kurbeln, aber dafür hatte ich den Index. In der Gesamtwertung erreichte Martin Platz 13, Micha Platz 21 und ich Platz 27. Uwe erreichte in der Gemischten Klasse Platz 24.
Unser Haupthelfer (für 4 Flugzeuge) Jochen hatte im gesamten Wettbewerb nur eine (meine) Rückholtour. Dies bedeutete für ihn aber nicht, nix zu tun zu haben - jeden Tag zeitig aufstehen, aufrüsten, Startaufbau, einkaufen, Flugzeug putzen, abrüsten, Kupfer trinken und ständig Kontakte bei der weiblichen Klixer Jugendgruppe knüpfen. Es war schon ein harter Job für ihn. Gernot kam als zweiter Helfer am Mittwoch hinzu. Er nutzte die Zeit, während wir flogen, um sich die schöne Oberlausitz und die Stadt Görlitz einmal näher anzuschauen.
Vielen Dank an beide Helfer, die uns tatkräftig beim Wettbewerb unterstützten.

Rekordzahlen, die bei diesem Pokal erreicht wurden:

32 Wertungstage (4x8)
908 Wertungsflüge
295 525 Wertungskilometer
3 Klassen über 500 Kilometer
Größte Strecke 555,15 km, mit 131,18 km/h
Höchste Geschwindigkeit 136,56 km/h
259 Flüge über 100 km/h
1000 Schlepps
8.500 Liter

Ich glaube mit diesen Zahlen, müssen wir mit der Anmeldung für den nächsten Pokal sehr schnell sein.

Mit einer Gesamtflugzeit von 38h und ca. 2500Km war dies für mich der erfolgreichste Wettbewerb bisher. Wir 4 zusammen konnten 10 000 Streckenkilometer für unseren Verein im OLC/DMSt registrieren und damit in der Vereinstatistik Sachsen/Anhalt die deutliche Führung übernehmen.

Torsten Wilker, 15.05.2007

Berechnung der Seite in 0,015625 s