Heidepokal 2005

Bericht zum Heidepokal 2005

Vom 29.07.-07.08.2005 fand auf dem Verkehrslandeplatz in Roitzschjora der 12. Wettbewerb um den Heidepokal in drei Klassen mit 80 Maschinen statt. In der Standard- und Clubklasse ging es für die mitfliegenden Junioren gleichzeitig um die Qualifikation zur Deutschen Meisterschaft der Junioren 2006. Aus unserem Verein nahmen 4 Mitglieder teil: Martin Rinker, Volker Naumann, Stefan Münch (alle Club) sowie Steffen Schmidt (Gemischte). Für Volker Naumann und Stefan Münch ging es auch um die Quali.

Während des gesamten Wettbewerbes konnte leider nur an 5 Tagen eine Wertung erzielt werden. Bei einem Versuch wurde nur in der Standard- und Clubklasse über Minimaldistanzen (25% der Teilnehmer einer Klasse müssen die Mindestwertung von 100km erreichen) eine gültige Wertung erzielt, so dass die gemischte Klasse nur auf 4 gewertete Disziplinen kam.

Wenn Flugwetter war, so war es windig mit geringer Basis, Abschirmungen, Schauern und Gewittern. Es war nicht immer möglich, dass man den Flug abends mit einem Zielanflug beenden konnte. Es gab Tage, an denen der gesamte Wettbewerb außengelandet ist. Manche Teilnehmer kamen nicht einmal ins Ziel.
So richtig homogenes Flugwetter war nur ansatzweise an einem Tag zu verzeichnen, sonst wurde die in den auftretenden Wetterfenstern kurzzeitige Thermik genutzt.

Die Wettbewerbsleitung hat immer versucht, mit der geringsten Wetterchance einen sportlichen Wettbewerb zu erzielen. Bedingt durch das unhomogene Wetter wurden auch Aufgaben geflogen, wo eigene Pilotenentscheidungen dazu beitragen können, schlechtem Wetter auszuweichen: AAT- und Cats-Craddle-Aufgaben.

Für unser Team war der Wettbewerb von den Erfolgen durchwachsen. Volker Naumann und Stefan Münch hatten auf ihrem ersten großen „richtigen“ Wettbewerb auch das Manko, auf einem gecharterten Jantar Std III zu fliegen. In der Trainingswoche war nicht das entsprechende Wetter dazu, sich auf das unbekannte Muster ausreichend einzufliegen.
Steffen Schmidt (Discus) gelang am ersten Wertungstag seiner Klasse der Tagessieg. Eine frühe Aussenlandung am nächsten Tag beraubte ihn einer besseren Gesamtplazierung.
Martin war in seiner Cobra bei den auftretenden schwachen Wetterlagen sichtlich mit dem falschen Flugzeug unterwegs. Volker und Stefan haben ihre ersten Erfahrungen auf einem Wettbewerb mit hohem sportlichen Niveau machen dürfen und viel dazu gelernt.

Es ist schade, dass ein sehr qualifiziert vorbereiteter und durchgeführter Wettbewerb unter dem miesen Wetter zu leiden hatte. Es bleibt nur zu wünschen, dass das Fliegerjahr 2006 besser wird und man nicht bei einem Wettbewerb so massiv auf das „Alternativ-Kulturprogramm“ zurückgreifen muss, wie es dieses Jahr geschehen ist.

© Steffen Schmidt/ Volker Naumann/ Stefan Münch/ Martin Rinker