Bundesjugendvergleichsfliegen 2013



Bundesjugendvergleichsfliegen 2013 in Laucha

Nach dem wir so erfolgreich an dem Landejugendvergleichsfliegen teilgenommen hatten, war nun das BJVF an der Reihe! Schon am Donnerstag (26.08.) um 18:00 ging es los: Markus und Chris machten den Mistral reisefertig und packten die letzten Koffer. Der restliche Abend klang gemütlich aus. Am Morgen kam Stefan noch dazu und nach einem entspanntem Frühstück, ging es Richtung Laucha.

Nach einer Fahrt durch das malerische Unstruttal kamen wir an dem Flugplatz Laucha/Dorndorf an. Das Erste, was uns auffiel, war das "Krankenhaus" aka "Schule", aka "Burg". Danach sahen wir schon unzählige Hänger, die aneinander gereit, parallel zur Hangkante des Flugplatzes geparkt waren. Unser Timing war perfekt, da wir genau zu dem Briefing an dem SKP ankamen. Dort fanden wir unzählige Flugzeuge und noch viel mehr Menschen vor. Der Großteil der Flugzeuge bestand aus Ka-8 , Astir, Junior und Piraten. Wir waren natürlich mit unserem Mistral etwas außergewöhnlich aber auch stolz. Wir machten jeweils einen Einweisungsstart in der ASK-21 namens "Stürzi". Markus äußerte sich nach dem Flug sehr positiv über den Platz. Chris und Stefan brachten uns von ihrem Einkauf zwei kleine "Glücksbringer" mit: Filly Pferdchen Überraschungs-Eier! Falls es keinem aufgefallen ist, die darin enthaltenen Aufkleber wurden am nächsten Morgen auf den Mistral angebracht und verschönern diesen bis heute noch an diversen Stellen. Am Abend waren Zelt und Feldbett schnell erbaut. Keinen große Vorkommnisse ereigneten sich.

05:50, Samstag der 28.09.: Die Morgensonne lässt den Frost auf den Flächen der Flugzeuge glitzern. Aus dem Zeltlager ertönt ein Orchester an Weckern! Aus dem Duschraumfenster entkommt eine große Wolke aus Dampf. Das Frühstück und das Briefing gehen schneller vorbei als gedacht. Auch das Aufrüsten bleibt ereignisfrei. Um 08:00 stehen Markus und ich am Start. Dann geht es los: In dem ersten Wertungsflug sollen wir einen Kreiswechselflug mit Slip und Ziellandung durchführen. Die Flugzeuge stehen alle in einer langen Schlange am Start. Schließlich reihen auch wir uns ein. Ich starte als 18. von 48. Piloten, Markus als letzter. Der Flug ist gut, die Übung erfolgt ohne Vorkommnisse oder von uns erkannten größeren Fehlern. Meine Landung jedoch ist leider etwas härter als gedacht. Das allgemeine Gefühl ist jedoch gut. Chris, Stefan und Markus äußern sich optimistisch. Auch Markus erfüllt die Aufgabe nach unserem Ermessen ohne größere Fehler. In der zweiten Runde kommt die spannendste Übung dran: die hochgezogene Fahrtkurve! Auch dieses Mal soll ein Slip vorgestellt werden. Während wir auf unseren Start warten, stößt Jan auch dazu. Die zweite Runde ist schnell vorbei und entgegen aller Erwartungen bleibt noch Zeit für die dritte Runde: Rollübungen auf die Jury zu und im Anflug wieder ein Slip. Da die Rollübungen laut Jury mit 40° Querneigung stattfinden sollen, ist es anfangs etwas schwieriger für uns, die Richtung zu halten. Auch unsere Landungen können besser sein, wir bleiben jedoch optimistisch, immerhin haben wir viele andere Piloten gesehen, welche nur mit 20° Querneigung die Rollübung durchführten, ein Pilot kippte sogar im Anflug nach vorne ab! Nach dem letzten Wertungsflug war der Mistral schnell abgerüstet. Markus und ich unterstützten noch die Klixer dabei, ihren Pirat abzurüsten. Dann begaben wir uns mit neuen Bekannten aus Ballenstedt in die Welt des Flugsimulators und machten einen freundschaftlichen VFR Flug mit der Super Dimona von Oppin nach Ballenstedt. Der Abend klang schön aus, immerhin war auch die Flugplatzkapelle Stölln für die musikalische Unterhaltung verantwortlich.

Nach dem Frühstück packten wir noch schnell wieder alles ein, dann war es schon so weit: die Siegerehrung. Den 48. Platz gab es nicht, weil ein Pilot aus der Wertung ausgeschlossen wurde: Er landete aus Sicherheitsgründen unten im Tal. Damit war der 47. der letzte Platz, dieser wurde von einem Saarländer Piloten besetzt. Als wir auf Platz 46. den Namen von Markus hörten, waren wir etwas überrascht. Ich denke bei Markus setzte an dieser Stelle die Enttäuschung ein. Da Markus in der Wertung so weit unten lag, war mir klar, dass es mir nicht viel besser ergehen würde. Ich erreichte Platz 40. Den 1. Platz erreichte ein Pilot aus Bremen. Etwas überrascht/enttäuscht waren wir noch immer auf dem Heimweg, Chris sorgte jedoch wieder schnell für gute Stimmung und erklärte uns auch den Grund für die Platzierung.

Thomas Gevers