Von Training und Trockenthermik
 
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Von Training und Trockenthermik

Schon lange war das erste Trainingswochenende für die Streckenflugbegeisterten aus Sachsen – Anhalt geplant und so sollte es nun am 21. und 22. April stattfinden. Jan Tell und Ich reisten vorzeitig an. Im Gepäck hatten wir neben dem Discus und der Cobra auch die Ballenstedter Pilotin Sophie Vorwerk, die uns tatkräftig beim zusammen packen unterstützte. Volker Naumann kam zusammen mit seinem Bruder und Benjamin Arlt als Helfer später nach. Er flog die DG100.
In Ballenstedt angekommen, sahen wir bereits unseren Ober – Trainer Thomas Schart und unsere Kader – Kollegin Katrin David, die ihre Flugzeug zusammen packten. Sie hatten den schönen Tag schon zum Fliegen genutzt und die ersten Kilometer geschrubbt. Insgesamt waren über 10 Piloteninnen und Piloten anwesend, die trainiert werden wollten. Da Thomas das nicht allein schaffen konnte, teilte er uns in verschiedenen Teams ein. Volker flog zusammen mit Katrin und Thomas in einem Team. Jan flog mit Eberhard Blume sowie Florian Gille im Team und ich war sogar als Teamleiter für das Letzte der 3 Teams geplant. Zum Abschluss des Abends gab es noch leckere Nudeln mit einer Chili – con – carne – Sauce und natürlich etwas Bier und die Nacht wurde dann noch mit einer spontanen Gegenstein – Wanderung beendet.
Am nächsten Morgen kam schon früh die Sonne heraus, was auch gut war. In der Nacht waren schließlich unter 0°C geworden, sodass manche in ihren Zelten sehr stark froren. Die Wetterprognose sah sehr gut aus, jedoch wurde einbrechende Warmluft prophezeit. Doch Thomas ließ sich nicht beirren und schrieb, ganz nach Wettbewerbsmanier, 260km für uns aus. Startbereitschaft war 11 Uhr und wir begannen mit dem Aufrüsten.

Voller Hoffnung erwarteten wir den Start, da das Wetter bereits um 10 Uhr schon richtig gut aussah. So standen schon Cu sehr früh am Himmel. Volker war dann als 2. und Ich als 4. an der Reihe, Jan stand weiter hinten. Der letzte war 12 Uhr gestartet, sodass wir dann 12:15 Uhr unsere Abflugfreigabe erhielten. Doch bereits nach den ersten Starts wurde der Himmel immer blauer und die Cumuli verschwanden fast komplett. Die letzten, die gestartet waren, vielen auch sehr schnell wieder runter.
Bereits kurz nach der Abflugfreigabe kam die erste Außenlandung. Jan lag nur 13 km westlich vom Platz. Kurze Zeit später meldete auch Volker seine Außenlandung bei Drübeck. Da wir nur einen Helfer mit Führerschein besaßen, begab ich mich dann nach 2 Stunden Flugzeit auf den Platz zurück, um Volker abzuholen. Der Rest meines Teams war zu dieser Zeit schon beim ersten Bier.
Durch Unterstützung der sehr freundlichen Gastgeber und durch Fabian (SBK), der sich an der Rückholtour beteiligte, konnte Volker relativ schnell geholt werden. Auf dem Rückweg überholten wir sogar Jans Rückholer, die noch am Abrüsten waren. Wie sich später raus stellte, ist Benny hier einen etwas größeren Umweg gefahren, um Jan zu finden.
In Ballenstedt wieder angekommen, konnten wir sogar die Landungen von Florian, Thomas und Katrin beobachten, die doch tatsächlich die Strecke geschafft haben. Es war jedoch kein leichtes Unterfangen, sagte Schart. Gleichzeitig präsentierte er uns auch die Aussicht auf den Sonntag, die leider nicht ganz so rosig war.

Mit gleicher Mannschaft und einer kleineren Aufgabe um 130km ging es dann am Sonntag erneut an den Start. Leider ließ die Triple Bravo aus Schönebeck etwas auf sich warten, wodurch sich die Startvorgänge etwas hinzogen. Die Ersten in der Startreihenfolge waren die Letzten vom Samstag und so war Jan zusammen mit Eberhard ganz vorne. Doch leider musste Jan auch schon wieder früh landen und auch Eberhard blieb nur mühsam in der Luft. Ich konnte mich auch nur kurz am Himmel halten und Katrin wollte erst gar nicht starten. Thomas und Volker jedoch konnten einen unerklärlichen Bart ausgraben und begaben sich so auf die Strecke... und landeten unterwegs. Diesmal ist keiner rum gekommen.

Benny und Gerald machten sich auf den Weg, um Volker zu holen und Jan und ich machten uns ans zusammen packen. Nachdem wir dann noch die restlichen Außenlander abgewartet hatten, machten wir uns zurück zu unserem Heimatflugplatz, an dem wir schon sehnlichst erwartet wurden.

Insgesamt kann man sagen, dass das Wetter wirklich nicht das allerbeste war. Es war eher für den ersten Test der Ausrüstung geeignet. Trotzdem hat das Wochenende sehr viel Spaß gemacht und ich freue mich daher schon auf Himmelfahrt und Magdeburg.

Nochmal vielen Dank an das liebenswerte Organisationsteam aus Ballenstedt!

Stefan

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